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Die Vasektomie - eine sichere und schonende Verhütung für den Mann

Vasektomie

Als Vasektomie bezeichnet wird die Durchtrennung beider Samenleiter des Mannes im Hodensack. Es handelt sich bei diesem Eingriff um die sicherste aller Verhütungsmethoden. Nach Durchtrennung der Samenleiter können keine Spermien mehr in das Ejakulat (Samenflüssigkeit) gelangen, eine ungewollte Schwangerschaft wird vermieden. Die Vasektomie ist eine sichere und komplikationsarme Verhütungsmethode.

Für wen eignet sich die Vasektomie?

Die Vasektomie eignet sich für Männer mit einem sicher abgeschlossenen Kinderwunsch, da es sich um eine endgültige Verhütungsmethode handelt. In die Entscheidungsfindung sollte die Partnerin unbedingt miteinbezogen werden. Nach einem Beratungsgespräch sollten keine Zweifel mehr bestehen, dass die Vasektomie die passende Maßnahme für die individuelle Situation darstellt.

Wie wird die Vasektomie durchgeführt?

Die Vasektomie wird in unserer Klinik sowohl in Lokalanästhesie als auch in Vollnarkose durchgeführt, je nach individuellem Tastbefund und Wunsch des Mannes. Bei der Operation wird der Samenleiter auf Höhe des Hodensackes auf beiden Seiten durchtrennt, dafür wird der Hodensack jeweils über einen kleinen Schnitt (ca. 1 cm lang) eröffnet. Um die Sicherheit der Sterilisation zu garantieren, wird beidseitig nach Freilegung und Mobilisation des Samenleiters ein ca. 1-2 cm langes Stück entfernt, die Enden werden mithilfe von Fäden abgebunden und zusätzlich koaguliert. Anschließend werden beide Enden distanziert voneinander im Hodensack reponiert. Der Eingriff dauert nur ca. 20 Minuten und ist aufgrund der kleinen Öffnungen ein sehr blutarmer Eingriff. Bei den Fäden, die beim Nähen der Schnitte verwendet werden, handelt es sich um selbstauflösende Fäden, somit ist kein Fädenziehen notwendig. Im Anschluss an die Vasektomie erfolgt eine histologische Untersuchung der beiden entfernten Samenleiterstücke.

Kosten der Vasektomie

Die Kosten der Vasektomie werden nicht von der Krankenkasse getragen. Ausnahmen stellen seltene medizinische Gründe dar. Die Abrechnung erfolgt nach der GÖÄ (Gebührenordnung für Ärzte). Die Kosten setzen sich aus der Vorbereitung, Operation und Spermienuntersuchung in Höhe von etwa 460€ und zusätzlich ca. 40€ durch die pathologische Untersuchung zusammen. Sollte der Eingriff in Narkose durchgeführt werden, erfolgen weitere Kosten.

Welche Komplikationen kann es geben?

Die Vasektomie ist ein komplikationsarmer Eingriff. Selten kann es zu einem Bluterguss und Schwellung des Hodensacks kommen, weitere mögliche Komplikationen sind Verwachsungen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen, Nachblutungen oder ein Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom.

Kann eine Vasektomie rückgängig gemacht werden?

Prinzipiell sollte die Vasektomie als endgültige Lösung zur Beendigung der Fertilität betrachtet werden. Sollte sich wider Erwarten die Lebenssituation ändern und doch ein Kinderwunsch bestehen, können die Enden der Samenleiter wieder miteinander verbunden werden. Die Durchführung dieses Eingriffes ist jedoch aufwändig, zudem besteht keine Erfolgsgarantie.

Was muss man VOR dem Eingriff beachten?

Wenn Sie sich für eine Operation in Lokalanästhesie entscheiden, ist es nicht erforderlich, dass Sie nüchtern zum Operationstermin erscheinen, Sie können also wie gewohnt essen und trinken. Empfehlenswert ist es sich nach der Operation abholen zu lassen.Sollte die Operation in Narkose stattfinden, muss man zum Operationstermin nüchtern kommen.

Was muss man NACH dem Eingriff beachten?

Sie sollten sich für mindestens 1 Woche körperlich schonen und vor allem kein Sport machen. Ca. 2 Tage nach der Vasektomie können Sie wieder arbeiten gehen. Es bedarf 2 bis 3 Ejakulat-Kontrollen nach dem Eingriff, um zu bestätigen, dass sich keine Spermien mehr im Ejakulat befinden. Solange muss eine andere Verhütungsmethode gewählt werden.


No Scalpel Vasektomie

Eine sogenannte No-Scalpel-Vasektomie ist ebenfalls möglich. Dabei wird die Haut nicht mit einem Skalpell/Messer eröffnet, sondern mit einem Spezialinstrument aufgedehnt.